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  CHECKLISTE FÜR DEN GEBRAUCHTWAGENKAUF!

 

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Karosseriecheck, Getriebecheck, Fahrwerksckeck, Innenraumcheck, Bremsencheck, Motorcheck

 
 

Der Karosserie-Check
 
 
? Rost-Kontrolle: Türschweller, Längsträger, Radlaufecken, Kotflügelkanten kontrollieren, auch in versteckte Winkel schauen      (Taschenlampe nicht vergessen).
 
? Kühlflüssigkeit prüfen. Sie darf nicht ölig oder rostig sein.
   
? Unterbodenschutz geprüft? Einzelne aufgeworfene Stellen signalisieren Rost.
 
? Ölstand kontrollieren. Glitzernde Metallteile am Peilstab weisen auf verschlissene Kurbelwellenlager hin.
 
? Bei einem Cabrio: Verdeck mehrmals öffnen und schließen.
 
? Ist der Unterbodenschutz nagelneu? Das ist verdächtig.
 
? Motor anlassen: Springt er sofort an und läuft im Leerlauf gleichmäßig? Werfen Sie beim Anlassen einen Blick auf die Temperaturanzeige. Hat das Kühlwasser schon Betriebstemperatur, wurde das Auto vorher bereits warm gefahren.
 
? Auf undichte Stellen oder Schäden am Gestänge prüfen.
 
? Dicke Spachtelstellen? Magnettest machen.
 
? Harte Klopfgeräusche zu hören? (Vorsicht Motorschaden)
 
? Die Probefahrt
 
? Auspuffanlage anschauen (Rost, gerissene Halterungen).
 
? Kühlwasser sprudelt bei laufendem Motor (Zylinderkopfdichtung defekt)
 
? Grundregeln: Sie fahren selbst. Die Strecke muss lang genug sein, Kurven und Steigungen sowie ein schlechtes Straßenstück bieten. Handelt es sich um ein abgemeldetes Auto: Probefahrt nur mit rotem Kennzeichen starten. Sonst machen Sie sich strafbar.
 
? Unfallwagen? Achten Sie auf Farbdifferenzen, Lackreste an Tür- und Scheibengummis, schlecht eingepasste Türen und Hauben, Schweißnähte an Unterboden, Radläufen, Karosserieträgern.
 
? Öffnen Sie den Öleinfülldeckel. Treten Gase aus, können die Kolbenringe verschlissen sein.
 
? Schalten Sie Radio und Gebläse aus. Dann entgehen Ihnen keine Klappergeräusche.
 
? Prüfen Sie alle Gummidichtungen (Fenster, Kofferraum, Türen und Schiebedach). Sind sie undicht, droht Rost.
 
? Ist der Auspuff dicht? Mit einem Lappen oder der Schuhsohle zuhalten (Vorsicht,
heiß). Der Motor muss nach einigen Sekunden absterben.
 
? Springt der Motor auch im kalten Zustand sofort an?
 
? Sind Scheinwerfer-Reflektoren matt, sind Leuchten innen beschlagen (undicht)?
 
? Batterie prüfen: Schalten Sie alle Stromverbraucher gleichzeitig ein, sie muss es verkraften.
 
? Nach dem Warm fahren: Motor geht im Leerlauf nicht aus und nimmt spontan Gas an
(wenn nicht: Einspritzanlage, Vergaser oder Zündung nicht in Ordnung).
  
? Das Batteriegehäuse darf keine Risse oder Beschädigungen haben, die Pole sollten gut eingefettet sein.
 
? Beschleunigen Sie kräftig, dabei darf es nicht metallisch klappern (Kolben oder Nockenwelle defekt).
 
? Ist das Reifenprofil in Ordnung (mindestens vier Millimeter)?

? Sind Reifengrößen, Fabrikat und Bauart identisch, auch beim Reserverad?

 

 

Der Getriebecheck
 
? Nehmen Sie während der Fahrt abrupt Gas weg. Knallt der Motor, gelangt unverbranntes Gemisch in den Auspuff (undichte Auslassventile oder defekte Zündung).
 
? Kupplungstest I: Im Stand und bei laufendem Motor Gänge einlegen. Das muss leicht und ohne Kratzgeräusche gehen. Sonst trennt die Kupplung nicht richtig.
 
? Werfen Sie einen Blick in den Rückspiegel: Qualmt es beim Gaswegnehmen, können
Ventilführungen oder Kolbenringe verschlissen sein. Folgen: erhöhter Ölverbrauch, bei Kat-Autos ist bei der nächsten AU vermutlich ein neuer Kat fällig.
 
? Stimmen die Reifengrößen mit den Angaben in den Papieren überein?
 
? Kupplungstest II: Handbremse anziehen, zweiten Gang einlegen und versuchen,
mit angezogener Bremse loszufahren. Läuft der Motor weiter, rutscht die Kupplung - sie ist verschlissen.
 
? Lassen sich die Gänge leicht und ohne Hakeln einlegen? Besonders gut merkt man
Kratzer beim Zurückschalten in den zweiten Gang.
 
? Sind Breitreifen in die Papiere eingetragen?
 
? Kupplungstest III: Ersten Gang einlegen, Kupplungspedal ohne Gasgeben langsam
kommen lassen. Der Wagen muss sich nach zwei Dritteln des Pedalwegs in Bewegung
setzen.
 
? Nehmen Sie während der Fahrt bei eingelegtem Gang das Gas weg - heult das Getriebe im Schiebebetrieb (Gangräder abgenutzt).
 
? Sind Alu-Räder (falls ohne ABE) in die Papiere eingetragen?
 
? Kupplungsspiel (Pedal) prüfen (maximal drei Zentimeter Spiel).
 
? Kratzt es beim schnellen Durchschalten (Synchronringe)?
 
? Wenn mit ABE: Liegt sie den Papieren bei? Vorsicht: Gibt es hier Ungereimtheiten, erlischt die Betriebserlaubnis (und der Versicherungsschutz). Finger weg.
 
? Das Spiel der Antriebswellen prüfen: Versuchen Sie, die Wellen mit der Hand hin- und her zudrehen. Das Spiel darf dabei nur gering sein.
 
? Differential-Hörprobe: Am Heulen ist ein verschlissenes Differential zu erkennen.

 

 

Der Fahrwerkscheck
 
? Gummimanschetten der Antriebswellen prüfen - sind sie dicht? Wenn nicht können Schmutz und Feuchtigkeit eindringen. Dann drohen über kurz oder lang teure Reparaturen.
 
? Kardanwellen-Test: In einem unteren Gang abrupt Gas weg und sofort wieder beschleunigen; wenn es knackt - Kreuzgelenke zu viel Spiel.
 
? Reifen einseitig abgefahren? Ist die Radaufhängung beschädigt, verzogene Karosserie nach Unfall - Fahrzeug muss vermessen werden.
 

? Fahrwerk prüfen: Holperstrecke fahren; poltert Fahrwerk besonders, ist die Radführung ausgeschlagen oder die Stoßdämpferbefestigung locker.
 
? Gleichmäßige Profilauswaschungen an den Reifen zu sehen? Dann sind die
Stoßdämpfer defekt.
  
? Schwimmt das Auto, sind Stoßdämpfer verschlissen.
 
? Stoßdämpfer auf Ölspuren und Feuchtigkeit prüfen.
  
? Vibriert Lenkrad auf ebener Straße, oder flattert es gar? Ursache: defekte Felgen oder Räderunwucht.
 
? Räder auf Spiel prüfen: Mit den Händen kräftig daran ruckeln. Zuviel Spiel: Die Radlager sind ausgeschlagen.
 
? Lenkrad-Spiel prüfen. Bei gerade stehenden Rädern darf es sich höchstens zwei
Fingerbreit bewegen lassen. Wackelt es stärker, ist das Lenkgetriebe verschlissen.

 

 

Der Innenraumcheck
 
? Pedalgummis genau anschauen. Starke Abnutzung deutet auf hohe
Kilometerleistung und/oder häufigen Kurzstreckenbetrieb hin. Vorsicht bei nagelneuen Gummis: Hier soll ein wenig benutztes Auto vorgegaukelt werden.

? Heben Sie Matten im Innen- und Kofferraum an. Ist es darunter feucht, findet sich in den Ecken Rost.

? Gebläse und Heizung prüfen. Geräusche beachten. Stinkt die Heizung?

? Ist die Bedienungsanleitung des Autos vorhanden?

? Funktionieren alle Schalter und Kontrollleuchten?

? Lassen sich die Sitze noch in alle Positionen verstellen?

? Schonbezüge entfernen, Originalbezüge prüfen. Wenn Sitze schon stark abgenutzt
oder durchgesessen sind, läst das auf eine hohe Fahrleistung schließen.

? Sind die Sicherheitsgurte und ihre Befestigungen in Ordnung?
Sind die Gurte verschmutzt oder gar an den Kanten abgeschabt - dann sollten sie
erneuert werden. 

 

 


Der Bremsencheck
 
? Handbremsentest: Bei Schrittgeschwindigkeit Handbremse anziehen, Hinterräder müssen sofort blockieren.
 
? Bremsscheiben auf Riefen prüfen (Rad demontieren).
 
? Bremsentest: In ruhiger Straße bei Tempo 30 bis 40 Lenkrad loslassen, stark abbremsen (Vorsicht). Das Auto muß in der Spur bleiben.
 
? Bremsbeläge mindestens fünf Millimeter dick?
 
? Das Bremspedal darf sich auch bei längerem Druck nicht bis aufs Blech treten lassen - wenn ja: Bremszylinder undicht.

 

? Bei Bremsentest dürfen keine metallischen Geräusche zu hören sein - sonst teure Reparaturen.

 

 

Der Motorcheck
 
? Motorraum anschauen: Motor vor allem an der Unterseite trocken und sauber?
 
? Motorraum verölt/schmutzig oder piekfein hergerichtet: Minuspunkte.
 
? Schläuche und Kühler auf Dichtigkeit kontrollieren. Kalkspuren weisen auf undichte Stellen hin.
   
 

 

Ausführung ohne Gewähr!

 

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